Deutschland, Europa, Frankfurt, TRAVEL

Libertine Lindenberg – eine Frankfurter Gastgeberin


 

Wie ihr wisst,

lieben wir unkonventionelle Hotelkonzepte. Für uns spielt, neben der ganz entscheidenden Optik, auch das Konzept des Hotels eine große Rolle. Ob es nun ein Poshhostel in Chicago ist oder eine Kreativgemeinschaft in Berlin. Wir lieben es, wenn Geschichten erzählt und Leidenschaften gelebt werden. Wenn man den Sinn für das Besondere spürt, die Schwäche für das Schöne und die Neugier auf das Außergewöhnliche.


 

Im Libertine Lindenberg haben wir eine außergewöhnliche Gästegemeinschaft endeckt, die ein Mischung aus Hotel und WG ist. Hier sind Reisende genauso willkommen wie Bleibende. Ob für eine Nacht, einen Monat oder Jahre.

 

Libertine Lindenberg, eine für ihre Alter sehr agile Person, hat 27 Ein- bis Dreizimmersuiten in einer Gründerzeitvilla, mitten im turbulenten Alt-Sachsenhausen als zweites Zuhause für Gäste errichtet. Ihr oberstetes Gebot lautet hier: Freiheit. Jeder Bewohner kann frei dosieren wie viel er wovon möchte. Zur Verfügung steht eine Gemeinschaftsküche im oberen Stockwerk, ein offenes Wohnzimmer mit Frühstücksbuffet, ein „Lekker-Lädchen“ mit zum Teil selbst angebauten Produkten, eine Bar, ein Turnraum und das Tonstudio ihrer Schwester Lotte. Es gibt keine Rezeption und keinen Zimmerservice. Eingecheckt wir an einem Automaten mit Zugangscode.

Wie Alice im Wunderland taucht man zwischen zweiten Welten ein und aus – einer hellen, fröhlichen und einer dunklen, leicht verruchten.

So findet man im gesamten Hotel Ecken und Räume in zartem Rosa, übersäht mit Blumen und Käfern, aber auch tiefschwarze Bereiche, die wie dunkle Höhlen wirken. Beide Seiten stehen für die Schwestern Libertine und Lotte, die übrigens mit dem gleichen Mann verheiratet waren. So sagt es die Legende.* Während sich Libertine nach dem Tod von Ehemann Gustav Lindenberg um die Gründerzeitvilla kümmerte, Reisende beherbergte und für jene auf den Braumannwiesen im Taunus Obst und Gemüse anbaut, führte Lotte schon seit der frühen Nachkriegszeit ein exzentrisches Leben als Model zwischen Paris und Los Angeles, mit Liebe zu schlecht tätowierten GIs, französischen Model-Agentinnen, millionenschweren Männern und drogenabhängigen Musikern.

Musik und Kunst

Lotte bleibt bis in ihr hohes Alter mit der Musik vereint. Libertine hingegen prägt eine liebevolle Leidenschaft für Kunst und Interior. Die für die Gestaltung des Hotels beauftragten Franken Architekten, bewiesen in Zusammenarbeit mit der Konzeptionistin Kathie Kaeppel größtes Einfühlungsvermögen und ein Auge für Details. Wie einen roter Faden lassen sie beispielsweise die lokaltypische Struktur des „gerippten“ Apfelweinglases durch das Hotel ziehen. Sie arbeiten sowohl mit renommierten Möbelhäusern, als auch mit heimischen Manufakturen zusammen, darunter e15, Fashion für Floors, Veronika Wildgruber oder Kvadrat. Kunst kaufen sie  u.a. von Levke Leiss oder Dennis Rudolph ein. Ganz besonders sind uns im Haus aber die Käferdrucke Marie Parakenings ans Herz gewachsen, sodass wir sie zu einem neuen „Artist we Love“ gekürt haben und in der nächsten Woche hier bei uns vorstellen möchten.

 

 

Hotelmodell der Zukunft?

Das Libertine Lindenberg ist für uns ein Hotelmodell der Zukunft und bietet viel mehr als ein Bett in einer fremden Stadt. Hier entdeckt man die leidenschaftliche Hingabe von Konzeptionisten mit einer einzigartigen Handschrift. Einen Ort der inspiriert, motiviert und uns nicht mehr los lässt.
Darüber hinaus möchten wir zum Schluss nicht unerwähnt lassen, dass nicht nur Libertines Gründerzeitvilla zum zeitlosen Bleiben einlädt, sondern auch das „Lindenberg“ im Frankfurter Ostend. Und wer es noch freier und unkonventioneller mag, auf Spontanwohnen in Wäldern und auf Libertines Wiesen steht, UND eine stilvolle Heimat auf Rädern sucht, kann das Lente Lindenberg mieten. Ein Reisemobil für designverliebte Oldtimerfreunde.Wenn das nicht’s ist!

 

 

 


* Tatsächlich sind sowohl Libertine, als auch Lotte, fiktive Personen, aus der Feder der Konzeptionisten, die das Hotel zu einem unvergleichlichen Gasthaus gemacht haben. Wir haben, so gut es ging, versucht diese fiktive Familiengeschichte zu recherchieren. Dabei sind wir spektakulärer Weise auf eine gewisse Lella Mozarella gestoßen, von der wir euch hier hoffentlich bald mehr berichten können!

 

 

Frankensteiner Strasse 20
60594 Frankfurt am Main

Facebook: DasLindenberg
Instagram: @DasLindenberg

www.das-lindenberg.de

 


Fotos: © Carolin Samson