FASHION

Balenciaga – Designerportrait



Im Jahr 1937 stellte der Spanier Cristóbal Balenciaga, sein Markenzeichen: ein blauer Kittel, das einflussreiche Label auf die Beine. Unter seinem eigenen Namen brachte der kreative Designer (und Perfektionist) in den 40er und 50er Jahren schlichte und unprätentiöse Mode auf den Markt, die sich in erster Linie durch einen körpernahen Schnitt auszeichnete. Nach dem Ableben des Firmenpatrons gaben sich die Eigentümer die Klinke in die Hand, ehe Mitte der 90er Jahre der französische Modeschöpfer Nicolas Ghesquière ans Ruder kam. Durch seine viel beachteten Interpretationen verhalf der neue Chefdesigner Balenciaga zu altem Glanz – und führte das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft.

Seit 2015 heißt der kreative Leiter von Balenciaga Demna Gvasalia: Er lotste die Firma weg vom Pomp, hin zur Straßen- und Hip-Hop-Mode. Mit dieser Neuausrichtung der Marke gelang der Durchbruch auf dem (ungewohnten) Streetwear-Markt: Die weiten T-Shirts, Hoodies und Jacken – in einer lockeren XXL-Größe – fanden sowohl beim jungen Mainstream-Publikum als auch bei den Kritikern großen Anklang. Speziell die prototypischen Balenciaga Schuhe, insbesondere die Modelle Triple S und Speed Runner (der sogenannte „Socken-Sneaker“), besitzen längst Kultstatus. Als Folge zählt das französische Modeunternehmen, mit Hauptsitz in Paris, zu den beliebtesten Kleidungsmarken der Gegenwart.

Der Gründer (und der „Meister“) Cristóbal Balenciaga schnitt, nähte und fertigte die Kleidungsstücke zum Teil noch selbst an, darüber hinaus hatte er große Angst vor möglichen Plagiaten. Hinzu kommt: Bereits in den 90er Jahren trug die Sängerin Madonna, bei den Golden Globe Awards, ein Kleid der Marke. Im Übrigen besitzt die angesagte Modefirma, unweit der spanischen Stadt San Sebastián, seit den 2000er Jahren ein eigenes Museum.

In Zusammenarbeit mit C. Schmidt.