#KOSMOS

Ein Rückblick mit Jantra

 


Ein Rückblick mit Einblick.
Why Not!?


 

Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir The Why Not gegründet und uns auf ein Abenteuer eingelassen, von dem wir anfangs nicht genau wussten, wohin es eigentlich gehen sollte. Pläne, Strukturen und Wegweiser wurden aufgestellt und dann doch wieder verworfen, um vor allem uns selber und unserer Kreativität und Freiheit nicht im Wege zu stehen. Wir wollten erst mal machen, unserer Leidenschaft nachgehen, Dinge teilen, Geschichten erzählen, eine Inspiration sein. Jantra und ich sind ein Stück weit unterschiedlich und doch irgendwie gleich. Uns eint ein starker Willen und Durchhaltevermögen. Beides schweißt uns zusammen und motiviert uns. Etwas, was wir noch vor 2 Jahren nicht wussten, als wir bei einer gemeinsamen Freundin am Küchentisch saßen und Jantra Nägel mit Köpfen gemacht hat und den Startschuss zu The Why Not gegeben hat.
Wir haben uns als die beiden Frauen hinter The Why Not nie in den Vordergrund gestellt, eher ein bisschen versteckt. Wir wollten abwarten was passiert, experimentieren – ob es mit weniger von uns und mit mehr von dem, was wir mögen, erleben, kaufen oder bestaunen, funktioniert.  Und es scheint zu funktionieren, was wir an der vielen großartigen Resonanz sehen.

Mit The Why Not haben wir ein grandioses Jahr hinter uns. Wir sind schneller gewachsen  als wir uns erträumt hatten und haben den Kopf voller neuer Ideen. Das verdanken wir euch, all unseren Leserinnen und unserer Community, ohne die natürlich so ein Abenteuer nur halb soviel Spaß macht. Als Dank für soviel Unterstützung öffnen wir für euch unsere Türen und unsere Herzen.

Jantra hat in den letzten 2 Jahren nicht nur The Why Not mit mir gegründet, sondern hat das Herz Hamburgs verlassen um mit ihrer Familie aufs Land zu ziehen – in der Nähe von Hamburg. Mit viel Liebe und Leidenschaft hat sie die letzten 2 Jahre also sowohl mit dem Schaffen eines neuen Heims verbracht, als auch mit der Entwicklung von The Why Not. Einzig die Liebe zum Job und die Freude am Entwerfen und Einrichten hat sie nicht wahnsinnig werden lassen.

Heute zeigt Jantra uns ihr Haus und teilt ihre Gedanken zum Jahr 2016 mit mir und mit euch.
Gedanken und Fragen, die sich vielleicht jeder von uns stellen kann, um das Jahr noch einmal rückwirkend zu betrachten. Viel Spaß!

 

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Carolin: Wenn du das Jahr 2016 mit nur einem Wort zusammenfassen müsstest, welches Wort wäre das?
Jantra: Vielseitig.

Was war der allerschönste Moment 2016?
Einer meiner schönsten Momente war im Frühjahr als es erstmals richtig warm wurde und ich in kurzen Hosen die Terrassentür öffnete und mich das Erstemal auf die Liege in die Sonne gelegt habe. Im Hintergrund hört man das Spielen und Toben der Kinder. Diese Freude, die sich dann in einem ausbreitet, mit dem Wissen, dass man erst am Anfang eines tollen Sommers ist- das macht mich wirklich glücklich!

Was hat dich zum Nachdenken gebracht oder gar traurig gemacht?
Ich bin ein politisch interessierter Mensch und es macht mich sehr nachdenklich und traurig, dass die Menschlichkeit nicht an erster Stelle steht. Das darf nicht als Normalzustand hingenommen werden.

Hast du dir 2016 beruflich einen Wunsch erfüllt?
Ein Wunsch von mir war The Why Not voranzutreiben, das hat sehr gut geklappt. Wir Zwei haben mit der Unterstützung von Eva und einigen Anderen viel geschafft. Darauf können wir stolz sein, auch wenn es noch so viel zu tun gibt und es uns oft einfach aufgrund der kleinen Besatzung an Zeit fehlt. Aber das ist etwas an dem man arbeiten muss – es ist wichtig, sich nicht hetzen zu lassen. Wachstum braucht Zeit. Zum Ende des Jahres haben wir noch Unterstützung von Annika bekommen. Wir sind eine tolle Crew mit der das Arbeiten viel Spaß macht. Das ist ein Wunsch und ein Anspruch den ich jedes Jahr habe – arbeiten muss Spaß machen!

Was hast du 2016 nicht erreicht, was du eigentlich erreichen wolltest?
Ich wollte gerne einmal im Monat ein Reparatur-Café ins Leben rufen, das habe ich zeitlich nicht geschafft, vielleicht aber 2017! Ein Reparatur Café ist ein Ort an dem sich Leute treffen um Dinge selbst zu reparieren mit Hilfe von erfahrenen Leuten. Das hat ganz viele positive Aspekte, zum einen denkt man wieder daran Dinge zu reparieren und nicht wegzuschmeißen. Zum Anderen ist es auch eine Begegnungsstätte von Jung und Alt. Das ist ein sehr nachhaltiges Konzept, von dem alle Beteiligten profitieren.

Probierst du das im neuen Jahr 2017 noch einmal, oder haben sich deine Prioritäten verschoben?
Meine oberste Priorität ist meine Familie, wenn sie es zeitlich zulässt werde ich es versuchen, aber nicht um jeden Preis. Wie bei allen Projekten möchte ich auch dieses mit Liebe und Herzblut machen, wenn es absehbar ist, dass ich es so nicht schaffen kann, dann muss es nochmal warten.

Über welche Anschaffung, die du dir 2016 geleistet hast, freust du dich am meisten?
Mir fallen da spontan gleich drei Sachen ein. Ein paar Isabel Marant Stiefeletten, die schleppe ich rauf und runter, dann meine tolle, neue Brille von Clément Gouverneur und zwei Barhocker für unseren Küchentresen. Wir hatten zwei und haben aber nie mit der ganzen Familie am Tresen sitzen können, die konnten wir wirklich gut gebrauchen!

 

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Was hast du 2016 gelernt?
Manchmal neige ich zu Ungeduld… Ich musste lernen, dass Dinge Zeit brauchen, dass ich bestimmte Sachen nicht beeinflussen und dass ich nichts übers Knie brechen kann. Das ist manchmal schwer auszuhalten. Ausserdem neige ich dazu, meinen Terminkalender zu überfrachten. Die Konsequenz ist, dass ich mich viel zu gestresst fühle um mich auf die einzelnen Sachen zu freuen. Daran arbeite ich aber ehrlich gesagt seit 2-3 Jahren – es wird besser – langsam…

Welche neuen Dinge hast du ausprobiert?
Dadurch, dass wir einen Bungalow aus den 60ern gekauft haben, mit einem wirklich großen Grundstück, haben mein Mann und ich viele Dinge neu ausprobiert, das fängt bei Innenraumgestaltung an und endet bei Gartenbepflanzung. Wir mussten uns mit Themen auseinandersetzten, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie existieren. Das ist oftmals witzig, manchmal ziemlich anstrengend und sehr schön zu merken, dass man gut zusammen Dinge schaffen kann. Auch bei der Einrichtung konnten wir uns unerwartet gut einigen, obwohl ich einen Mann habe, der sehr gerne mitentscheidet.
Beruflich habe ich mich mit dir, Carolin, auch in absolutes Neuland begeben. Ich habe früher im Printbereich gearbeitet, war eine Online-Konsumentin und kannte den Markt, ihn aber selbst zu bewirtschaften ist eine ganz neue Ebene, da habe ich wirklich SEHR viel gelernt!

Schenkst du dir selber etwas zu Weihnachten?
Ja, dass ich meine Arbeit soweit vorher erledige, dass ich bis Neujahr nahezu frei habe! Irgendwie wollte ich mir auch noch etwas Schönes kaufen, aber in der Vorweihnachtszeit ist es jedes Jahr so, dass mich der Konsumterror so wahnsinnig macht, dass ich mir meist nichts kaufe. Eigentlich auch ganz gut so.

Lieben Dank, Jantra. Wie immer hatten wir zusammen einen spannenden Nachmittag mit guten Gedanken und kleinen Lachanfällen.
Euch allen ein paar schöne Feiertage und auf ein baldiges Wiedersehen!
Carolin & Jantra

 


Bildmaterial: © Sonja Tobias

Sonja Tobias ist eine befreundete Hamburger Fotografin. Sie hat tolle Bilder gemacht und wir haben sicher nicht das letzte mal mit ihr zusammengearbeitet!
Tausend Dank, Sonja!