ART, Artspaces

HYPER! – Kunst und Musik kann Hamburg

Albert Oehlen, Schuhe, 2008 Öl, Acryl, Papier auf Leinwand 200 x 230 cm Foto: Jörg von Bruchhausen

MAX Dax zeigt Hyper in Hamburg Deichtorhallen

Hyper Hyper Baxxter Scooter Hamburg Hausstellung Max Dax Deichtorhallen

 

 

Keine andere Stadt hat so viel gute Musik und Konzerte zu bieten wie Hamburg. Das Wissen hier auch die Ausstellungskuratoren der Deichtorhallen und haben gerade mit HYPER – A JOURNEY INTO ART AND MUSIC eine unbedingt sehenswerte Ausstellung eröffnet. Quasi eine Liebeserklärung an Hamburg, wie es der Kurator Max Dax in einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt hat.

Max Dax ist  Ex-Spex Redakteur und wurde von den Deichtorhallen eingeladen, in einer großen angelegten Ausstellung ein Cross-Mapping zwischen den Welten der Musik und der bildenden Kunst zu betreiben.

Insgesamt sind 60 Künstler*innen und Musiker*innen Teil der Ausstellung und eines umfangreichen Rahmenprogramms, welches zum Teil die Elbphilharmonie einnimmt.

So treffen zum Beispiel Kraftwerk, Joy Division, New Order, Sonic Youth oder New Order auf Größen der Gegenwartskunst.

 

 

Sven Marquardt: Ohne Titel, 2012 Aus der Serie Rudel 1 © Sven Marquardt

 

 

Die Ausstellung betritt man durch ein Spalier von 9 Berghain Türstehern großformatig fotografiert von Sven Marquart, der wohl prominenteste Türsteher des Berghain und einer der bekanntesten und gefragtesten Fotografen Deutschlands.

Vorbei an Arbeiten Andreas Gurskys,  Daniel Richter, Albert Oehlen und Wolfgang Tillmans, erreicht man nach der Hälfe der Ausstellung, die 3D Videoinstallation NIGHTLIFE von Cyprien Gaillard, ein Highlight aus halluzinatorischer Videokunst und Rocksteadysound von Alton Ellis. Der Songtexte I WAS BORN A LOSER / I WAS BORN A WINNER, hat sich schnell ins Gehirn eingebrannt und scheint einen Suchtfaktor zu haben.

Auch gut, die 2173 Exemplare des millionenfach verkauften WHITE ALBUM der Beatles, die Rutherford Chang seit 2007 sammelt. Interessant sind dabei die Gebrauchsspuren auf dem weißen Cover, die sich aus Notizen, Nachrichten und Kritzeleien zusammensetzen und das Massenprodukt zu Unikaten werden lassen. Wer im Übrigen selber noch ein WHITE ALBUM in seiner Plattensammlung hat, kann es für einen Gegenwert von 15 € in den Deichtorhallen abgeben und damit Teil der Ausstellung werden.

Weiter entdeckt man Arbeiten von Cosima von Bonin, Richard Price, Thomas Ruff und, zu meiner großen Freude, von Christoph Schlingensief, von dem u. a. zwei Opernfilme und ein Mitschnitt von seiner Inszenierung des Fliegenden Holländers zu sehen sind.

Nochmal zurück zur Liebeserklärung und hin zu der richtigen Vermutung, dass der Ausstellungstitel HYPER als Anlehnung an Scooter zu verstehen ist. Dem Deutschlandfunk erklärt Max Dax:

„Ich habe hier zehn Jahre gelebt und die Stadt hat mich damals wie einen Sohn empfangen. ‚Hyper, Hyper‘ ist der Song, den ich im ‚Goldenen Handschuh‘ auf der Reeperbahn zum ersten Mal gehört habe.“

 

Die Ausstellung läuft noch bis zum 4. August und ist immer dienstags bis sonntags geöffnet.

Ach so, und noch eine kleine Schlussbemerkung: der Goldene Handschuh ist auf dem Hamburger Berg 2, in direkter Bachbarschaft von Rosi’s Bar! 🙂

 

Max Dax, Kurator der Ausstellung HYPER! Foto: Henning Rogge

Wer unserer Instastory aus den Deichtorhallen verpasst hat, findet sie jetzt noch in den Highlights: @thewhynotmag

 

 


 

 

 

 

 

 

 

HYPER! A JOURNEY INTO ART AND MUSIC

BIS 4. AUGUST 2019

Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstraße 1
20095 Hamburg
Tel. +49 (0)40 32103-0

www.deichtorhallen.de