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Ausstellungsempfehlung: PEACE!

Wie geht Frieden Peace Ausstellung Schirn Kunsthalle

Wie geht eigentlich Frieden?

 

Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt stellt diese Frage in der diskursiven Gruppenausstellung PEACE. Eine Frage die aktueller und philosophischer nicht sein könnte und mich deswegen einer Einladung nach Frankfurt, mit der Hoffnung auf wegweisende Antworten, folgen ließ.

Eine Antwort gab es jedoch nicht. Nicht direkt. Denn wenn wir wüssten, wie Frieden geht, hätten wir ihn dann nicht schon längst?

Es werden hingegen mithilfe von zwölf Positionen zeitgenössischer Künstler Impulse gesetzt darüber nachzudenken. Unter ihnen Jan de Cock, Minerva Cuevas, Ed Fornieles, Michel Houellebecq, Surasi Kusolwong, Isabel Lewis, Lee Mingwei, Katja Novitskova, Heather Phillipson, Agnieszka Polska, Timur Si-Qin und Ulay.

 

In all diesen Positionen zeigt sich Frieden als ein Prozess von Interaktion und Kommunikation – nicht nur zwischen Menschen, sondern zwischen allen Akteuren des Ökosystems und unserer Umwelt.

 

Es geht in dieser Ausstellung nicht um Gewalt, um Verbrechen, um Demonstrationen oder um eine ganz Batterie von Waffen, die zum Frieden verhelfen sollen. Es geht darum miteinander zu agieren. So kann man zum Beispiel in den 3 Holzkabinen von Lee Mingwei Briefe an Menschen schreiben, denen man immer schon mal etwas sagen wollte, sich bedanken wollte oder einfach mal seine Liebe ausdrücken wollte. Diese Briefe werden nach und nach von der Schirn Kunsthalle an die Empfänger verschickt. Darüber hinaus verschenkt Lee Mingwei mit seiner Sonic Blossom Aktion aber auch Lieder von dem Komponisten Franz Schubert, die von Sängerinnen vorgesungen werden. Ein Erlebnis und ein Gefühl, dass so manche Menschen durch den Tag trägt.

So geht es auch in anderen Positionen um das Schenken, Geben, Erleben, Kommunizieren.

 

Jan de Cock hat der Stadt Frankfurt Betonskulpturen Geschenk, Isabel Lewis hingegen schenkt dem Museumsbesucher in ihren Occasions Zeit zum Verweilen und Eintauchen in Gedankenwelten über die Sinne für Gehör, Geruch und Geschmack. Sogar Goldkettchen werden an Besucher verschenkt, vorausgesetzt sie haben Zeit für die Suche danach mitgebracht und die Muße sich durch einen ganzen Raum voller Wolle zu wühlen.

 

 

Ulay, Whose Water is it?, 2012, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2017, Foto: Neven Allgeier

Lee Mingwei, The Letter Writing Project, 1998/2014, Mixed media, interaktive Installation, Detail, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2017, Foto: Neven Allgeier

Lee Mingwei, The Letter Writing Project, 1998/2014, Mixed media, interaktive Installation, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2017, Foto: Neven Allgeier

Lee Mingwei, Sonic Blossom, 15.–20. August MMK1 Museum für Moderne Kunst, 22.– 28. August Museum Angewandte Kunst, Installationsansicht Deutsches Architekturmuseum, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Neven Allgeier

Jan de Cock, Everything for you, Frankfurt, 2017, copyright: the artist

PEACE, Installationsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2017, Foto: Neven Allgeier

 

 

 

 

 


 

PEACE

Bis zum 24. SEPTEMBER 2017

Römerberg
60311 Frankfurt

www.schirn-peace.org

Eintritt:
9 €, ermäßigt 7 €; freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren
Öffentliche Führungen:
Di 17 Uhr, Mi 19 Uhr, Do 20 Uhr, Sa 17 Uhr, So 15 Uhr

 


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Foto Teaser: © Carolin Samson