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Hamburg: Entenwerder 1 – Kleinod für Kunst und Köstlichkeiten

 



Klönen in Entenwerder?

Why Not?!


 

Mal eine Frage an alle Hamburger. Kennt ihr schon den etwa 3 Kilometer langen Radweg, der von den Deichtorhallen zu den Elbrücken führt, und man von da aus letztendlich in Entenwerder landet? Achso, und Entenwerder ist euch auch noch nicht so geläufig? Tatsächlich war es ein eher unbeachteter und abgeschiedener Ort fernab der Innenstadt Hamburgs, der aber seit gut einem Jahr ist er zum Geheimtipp geworden, denn hier hat das Entenwerder 1 eröffnet. Ein Kleinod für Kunst und Köstlichkeiten.

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Auf einem Ponton hier an der Niederelbe steht ein großer goldener Pavillon aus kupfernem Lochblech. Einst ein Kunstwerk, das auf  der „Skulptur.Projekte“ 2007 in Münster ausgestellt war. Herbei geschafft hat es der Kunst- und Modeliebhaber Thomas Friese, der die beiden Hamburger Modegeschäfte Thomas I Punkt betreibt. Zusammen mit seiner Tochter Alexandra hat Thomas Friese hier mit seinem unverwechselbaren Stil einen Ort für Sonntagsausflügler, Ruhesuchende und Kaffeeliebhaber geschaffen. Häufig sieht man ihn am langen Tisch im Pavillon sitzen, wie er in den vielen Kunst- und Modezeitschriften blättert, die hier zu Hauf zu finden sind, oder wie er den Blick über das Wasser schweifen lässt. In dem rosafarbenen Schiffscontainer nebenan, in dem sich auch die Küche befindet, hat die Künstlerin Leah Rosenberg aus Kalifornien ein Wandobjekt aus farbigen Holzlatten und Plexiglas geschaffen. Aufgegriffen hat sie sich dabei an den Farben der Umgebung: ein Türkis von herumliegenden Tampen, das Grau des Brückengeländers, Rot und Orange der Schwimmwesten und Rettungsringe.

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Es gibt hier im Entenwerder 1 einen fantastischen Mittagstisch:  Frischer Kabeljau mit Linsen oder Haloumiteigtaschen mit Radieschen. Die Karte wechselt sich ständig und bietet eine kleine und sehr feine Auswahl an frisch zubereiteten Gerichten an. Sonntags gibt es ein Frühstück und sobald die Sonne heraus kommt nimmt man Platz auf den vielen liebevoll zusammengesuchten Stühlen und rustikalen Duckdalben, oder kuschelt sich in die wunderschönen Kissen von Omen, die auch aus der Feder des Modehändlers stammen. Dann genießt man hier einen frischen Kaffee von Public Coffee Roasters, einer bekannten Hamburger Kaffeerösterei, und ein Stück der selbst gebackenen Kuchen. Oder auch zwei, weil sie so lecker sind. Als Durstlöscher nach der Fahrradtour schmeckt besonders gut eines der Biere aus der Kehrwieder-Kreativbrauerei. Und wahrscheinlich ist die Brauerei als Partner nicht unbedacht ausgewählt worden, wenn man bedenkt, dass „Kehrwieder“ ein alter Seemannsgruß ist.

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Nun ist Thomas Friese ist nicht nur Modehändler, Designer und Kunstliebhaber, sondern auch ein sehr erfolgreicher Sportler – mit einem Herz für Kinder. Als mehrfacher Segelweltmeister hat er es sich auf die Fahne geschrieben, „seinen“ Sport Kindern aus Rotheburgsort näher zu bringen und bietet ihnen mit den Entenwerder Elbpiraten kostenlose Segelkurse an.

 

 

 

 

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Café Entenwerder 1


Rothenburgsort
Hamburg
Mo-Fr 11–20 Uhr,
Sa 10–22 Uhr
So 10-18 Uhr

 

 


Fotos: © Carolin Samson