FASHION

Label to watch: NINE TO FIVE

 


NINE TO FIVE klingt nach allem anderen als nach
einem spaßigen Arbeitstag – eigentlich.
In unserem Falle aber ist es ein Label,
das mit seinen Schuhen und Lederaccessoires
im Stande ist uns einen lässig-coolen und
hochwertigen Look für den Arbeitstag zu bescheren.


Die gestandene Business-Lady Sandra Schittkowski fing 2011 an, sich erstmals mit dem Gedanken der Gründung eines eigenen Labels auseinanderzusetzen. Sie war damals eine Kreativ-Direktorin und Markenstrategin und hatte also das grobe Werkzeug parat. Was aber mindestens genauso wichtig ist, sind die Kontakte, Produktionsstätten, Materialien, Abläufe und ein gutes Team – das musste sich Sandra erstmal erarbeiten.

Inzwischen erobert NINE TO FIVE eine große Bandbreite an modeinteressierten Frauen, denen vor allem ein nachhaltiger Lifestyle am Herzen liegt. So wird nur mit Kalbsleder und Lachshaut gearbeitet, in Europa produziert und das Leder wird nach alter, traditioneller Methode gegerbt. Die Lachshaut kommt von Bio-Lachsen und der verarbeitende Gerber benutzt weltweit als einziger eine 100% chromfreie Färb-und Trocknungstechnik.

 

„Bei NINE TO FIVE zählen Stil, Komfort und Qualität mehr als Trendthemen, so hat man lange etwas von seinem Lieblingsstück.“              -Sandra Schittkowski

 

 

 

Obwohl Bequemlichkeit und Qualität im Vordergrund stehen, setzen Farbgebung und Stil der Kollektion Highlights in jeder Garderobe. Ich möchte gerne hervorheben, dass dieses aufstrebende Label es trotz der nachhaltigen Umstände und des hohen Qualitätsanspruchs schafft, völlig faire Preise von seinen Kunden zu verlangen und dass es bei solchen Labels keinen Grund mehr gibt auf anders produzierte Produkte auszuweichen.
TheWhyNot loves Nine to Five!

 


Wir haben Sandra ein paar Fragen gestellt!


 

Was war der zündende Funke für den Entschluss so etwas großes wie ein eigenes Lederwaren-Label aufzuziehen?
Nach 12 Jahren Agenturkarriere war ich bereit für neue Erfahrungen. Ich hatte irgendwie eine große Sehnsucht danach und eine Veränderung musste her.Es war ein völlig neuer Weg und ich wollte schauen, wie lange es gut geht, Spaß macht und wie weit mich der gesunde Menschenverstand tragen kann. Ich hab einfach alles, was ich kann, was ich mag und was mir leicht fällt in einen Topf geworfen und zugesehen, was am Ende dabei rauskommt. Ehrlich gesagt bin ich davon manchmal selbst noch überrascht. Eigentlich sollte es Quereinsteiger wie mich in der Branche überhaupt nicht geben, man muss schliesslich von ganz vorne anfangen, jeden Kontakt erst selber knüpfen und sämtliches Know-how erst einsammeln. Und das dauert.

Es ist vielleicht ganz gut mit einer gewissen Naivität, sehr spielerisch und einer Menge Demut an so eine Idee zu gehen. Heute ist es sehr viel ernsthafter, aber jede Erfahrung wert.

Hattest du schon Berührungspunkte mit dem Bereich?
Kaum, aber das war auch das Ziel: etwas völlig Neues zu beginnen und sich nochmal neu ausrichten. Alles mit unvoreingenommenen Augen zu sehen und all die spannenden Fragen nochmal zu stellen. Es war damals zudem nicht sehr etabliert, Nachhaltigkeit mit hochwertigen Lederwaren zu verbinden. Da war es ganz gut, all den noch unbekannten Themen auf den Grund zu gehen und sie aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Wie lange dauerte der Weg von dem Entschluss es zu tun bis zur ersten Lieferung?Zu lange. Ich hätte mir gewünscht, dass der große erste Schritt viel schneller getan ist, besonders um zu wissen, dass es der richtige ist. Letztendlich dauerte es fast zwei Jahre bis die ersten Muster auf meinem Tisch standen. Und dann war ich nicht mal zufrieden mit ihnen, was das Ganze noch länger rauszögerte.
Man muss bedenken, das Produkt ist nur ein Teil des Großen Ganzen: die Marke muss aufgebaut und Zulieferer gefunden werden außerdem müssen Präsentationen und Events geplant werden. Bis hier wirklich alles ineinander greift und funktioniert, dauert es eben seine Zeit. Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich selbst heute noch nicht ganz damit fertig damit 🙂

Was für eine Frau siehst du vor dir oder ist deine Inspiration für die Schuhe, Taschen und Gürtel?
Die EINE Frau gibt es für mich nicht. Ich gucke mir gern von verschiedenen Charakteren etwas ab. Ich glaube, wir leben in einer so offenen und komplexen Zeit, in der wir nicht nur einer Rolle gerecht werden wollen. Es gibt ständig neue Herausforderungen, aber letztendlich geht es immer darum, sich wohl und anerkannt zu fühlen. Das treibt mich an.

Gibt es etwas wie ein Steckenpferd was du bei der Entwicklung deiner Produkte hast? Worauf achtest du besonders?
Auf schlichte Zurückhaltung. Und das meine ich auch so! Es geht bei mir selten um die Hervorhebung des Namens oder der Brandinsignien, sondern um das Begleiten des eigentlichen Looks. Meine Accessoires sollen sich in möglichst viele Kombinationen einfügen, um den Gesamtauftritt zu unterstützen. Das sind jedenfalls meine eigenen Ansprüche an die kleinen Helfer. Deshalb freue ich mich riesig, wenn ich meinen Lieblingsgürtel in unzähligen Varianten in jedes Outfit einbauen kann, ohne ihn überhaupt noch ablegen zu wollen.

Was macht deine Produkte und ihre Produktion nachhaltig?
Ehrlich gesagt ist das ein weites Feld. Es gibt hunderte Definitionen davon, was genau Nachhaltigkeit bedeutet und zur Zeit sind wir noch lange nicht am Ende der Diskussionen. Zu Beginn war mir der giftfreie Einsatz von Leder am wichtigsten, dann die enorme Überproduktion und die Schäden für Mensch und Umwelt. Es gibt noch so viel mehr zu tun und ich wünschte die Industrie hätte schon weit aus mehr Möglichkeiten für eine nachhaltig ökologische Produktion. Aber es ist gut, dass sich etwas tut und ich meinen Teil dazu beitragen kann. Da werde ich auch zukünftig weiter hartnäckig bleiben!

Trägst du selbst auch Sneaker?
Oh ja, leider! In meinem Alltag stehe ich sehr oft zwischen Paketen und Kartons, die weggetragen werden wollen. Auch meine geliebten Vintage Fesselumspielenden-Kleider sind da völlig fehl am Platz. So geht es aber vielen im Alltag: Wir können und wollen beides – Sneaker im Things-getting-done-Modus und die Absätze für den Teil des Lebens, den wir dann genießen wollen.

Liebe Sandra, vielen Dank für dieses wirklich tolle und informative Interview, wir wünschen dir weiterhin viel Freude und Erfolg mit deinem großartigen Label!

 

Clean Ankle #hoheluft – 239 €

 

 

Tablet Bag #weissensee – 159 €

 

Hourglass Belt #themse – 79 €


 

Low Cut Bootie #schilling – 239 €

 

 

Sandwich Clutch #lehel – 199 €

 

 

Elastic Belt #saale – 59 €


 

 

 

Long Lead Belt #douro – 49 €

 

 


www.ninetofive.biz

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