ART

KunstOrt Sindelfingen: I like Amerika


Why Not?!

Im SCHAUWERK Sindelfingen in einer beeindruckenden Sonderschau einen neuen Blick auf zeitgenössische amerikanische Kunst erhaschen.


 

SACHS Flag 2014 - Foto: Galerie Ropac © Tom Sachs

SACHS Flag 2014 – Foto: Galerie Ropac © Tom Sachs

Als Kunstsammler hat man die Verpflichtung seine Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und so entstand in Sindelfingen, einer Kleinstadt in der Nähe von Stuttgart, das SCHAUWERK. Dahinter steht die Sammlerin Christiane Schaufler-Münch und ihr bereits verstorbener Mann Peter Schaufler. Ihr Museum zählt mittlerweile zu den führenden Adressen für zeitgenössische Kunst im süddeutschen Raum.

Aus der ihrer Sammlung zeigen sie nun in der Ausstellung I LIKE AMERIKA über einhundert Arbeiten von vierzig bedeutenden amerikanischen Künstlerinnen und Künstlern. Neben bekannten Protagonisten der US-amerikanischen Kunst, wie Dennis Hopper, Frank Stella, Robert Longo, Julian Schnabel oder Dan Flavin zeigt die Schau größere Werkkomplexe von Donald Baechler, Alex Katz, Peter Halley, Tom Sachs und Jonathan Seliger.

BAECHLER DoubleCone 1999 - Foto: SCHAUWERK Sindelfingen © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

BAECHLER DoubleCone 1999 – Foto: SCHAUWERK Sindelfingen
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

 

LONGO Ohne-Titel (Mirage F1-CR), 2013 - Foto: Galerie Ropac © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

LONGO Ohne-Titel (Mirage F1-CR), 2013 – Foto: Galerie Ropac
© VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Die Ausstellung gewährt uns einen tiefsinnigeren Blick hinter die Kulissen der Traumfabrik und einen weiteren Blick auf Amerika. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die Fragen nach der kulturellen und nationalen Identität stellen. Themen wie Branding und Massenkonsum, deren Ausgangspunkt bereits in der Pop-Art zu finden ist, werden von einigen Künstlern aufgegriffen fortgeführt. „The land where dreams come true“ – Aphorismen wie diese, Werbeslogans und Mythen prägen das heutige Bild der USA und finden sich assoziativ in der Kunst wieder. Aber täuschen lassen dürfen wir uns von diesem Glanz und Glamour nicht. Und so kommen wir in der Ausstellung einem weiteren Phänomen der amerikanischen Kunst auf die Spur: den extremen Großformate. Die Konzeption der Ausstellungsarchitektur – weite Räume und lange Fluchten – unterstützt die Wirkung dieser teils monumentalen Formate. Assoziationen zur geografischen Charakteristik des Landes mit seinen ausgedehnten, eindrucksvollen Naturräumen sind naheliegend und finden in einigen malerischen Positionen ihren Ausdruck.

Eine gelungene Ausstellung, die einen guten Überblick über die großen Amerikanischen Künstler gibt.


 

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Eschenbrünnlestraße 15/1
71065 Sindelfingen

Öffnungszeiten:
Samstag und Sonntag, 11:00-17:00 Uhr
Dienstag und Donnerstag, 15:00-16:30 Uhr